Verschiedene Saunaarten
Weltweit gibt es viele verschiedene
Saunen, die sich durch das
Gesundheits-Bewusstsein der Menschen verbreitet haben. Die abhärtende Wirkung des Saunabades ist weithin bekannt und hat dafür gesorgt, dass sich viele Menschen sogar eine Sauna selbst gebaut haben.
Die Finnische Sauna - typischerweise aus Holz gebaut - heißt auch "Heißluftbad". Dieser Saunatyp ist in Deutschland am verbreitetsten. Die heiße Luft zirkuliert in der Kabine, die normalerweise mit drei Bänken ausgestattet ist, vom Ofen aufsteigend in Richtung Decke. Man kann zwischen drei Temperaturzonen wählen:
Oberhalb der dritten und damit höchst gelegenen Bank beträgt die Lufttemperatur 85 bis 95 Grad. Über der zweiten Bank ist es 70 bis 80 Grad heiß. Oberhalb der ersten Bank zwischen 60 und 70 Grad. Die Hitze geht von einem Steinofen aus, aber auch von Wärmeleitungen und der Wärmestrahlung der Decke, der Wand und der Sitzbänke. Die Luftfeuchtigkeit kann durch einen Sauna-Aufguss mit purem Wasser oder ätherischen Ölen gesteigert werden.
Die Erd-Sauna, als Urform der Saunakultur, ist in Bauweise, Klima und Atmosphäre abweichend vom üblichen Sauna-Typ. Eine Erd-Sauna ist ein Blockhaus aus Kiefernholz zur Hälfte in die Erde gebaut. In der Erd-Sauna beträgt die Temperatur zwichen ca. 110°C und 120°C. Dennoch ist das Klima angenehm mild und die Hitze gut verträglich. Die Atmosphäre wird durch warmes Licht, leichtem Holzgeruch und meist beruhigender Flammenspiele (eines brennenden Feuers) geprägt.
Im Dampfbad beträgt die Temperatur i.d.R. zwischen 40°C und 55°C bei einer Luftfechtigkeit von ca. 80-100%. Das typische Klima im Dampfbad wird durch die Erzeugung von übersättigtem Wasserdampf mit einem Dampfkessel erreicht. Dampfbäder mit dem Zusatz von Eukalyptus können z.B. zur Linderung von Atemwegserkrankungen beitragen. Der im Dampfbad zu findende Kaltwasserschlauch ist primär zum Abspritzen der eigenen Sitzfläche gedacht (kann aber auch kreislaufanregend für "Kneipp-Güsse" verdendet werden). In Saunabädern ist meist ein Dampfbad (römisch, türkisch, Inhalations-Dampfbad.
Das Russische Bad ist wie die Finnische Sauna aus Holz gefertigt. Die Ofensteine werden aber nur auf maximal 50 Grad geheizt. Durch eine Reihe von Wasseraufgüssen wird die Luft jedoch erheblich feuchter als in der Finnischen Sauna. Auch der Besucher der Russischen Sauna kühlt sich nach einem Gang in der kalten Außenluft, im Wasser oder Schnee ab.
Die Bio-Sauna, eine Niedertemperatursauna, ist eine kreislaufschonende Saunavariante mit einer Temperatur von ca. 50 bis 75°C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 15-30% (bis zu 40%). In der Bio-Sauna kann man länger verweilen (bis zu 30 Minuten). Der Ablauf beim Saunabaden in der Bio-Sauna ist jedoch nicht abweichend zur finnischen Sauna. Häufig wird diese Saunaform mit ätherischen Ölen angereichert und wird somit auch als Euka-Sauna (mit Eukalyptus-Aroma) oder als Kräuter-Sauna (mit Kräuter-Aromen) und/oder mit Farblicht kombiniert in Saunabädern angeboten.
Römische Sauna- Hier erwärmen Fußboden- und Hohlwandheizungen die Luft. Die Saunen sind mit Stufenbänken ausgestattet, die ein Entspannen in verschiedenen Temperaturzonen ermöglichen. Auf den Schwitzgang folgen Wechselanwendungen im Warm- und Kaltwasserbecken.
Hamam- Die angenehme feuchte Wärme des Hamam ist für Personen mit Kreislaufproblemen und erweiterten Äderchen, die die "heiße Sauna" schlecht vertragen, ideal, da der Körper sich hier nur langsam erwärmt. Trotzdem aktiviert der Hamam das Immunsystem und setzt Viren außer Gefecht. Die Haut wird zudem glatt und zart.
Dieses großräumige, feuchtwarme orientalische Dampfbad erwärmt sich bis auf 45 Grad und duftet angenehm nach Kräutern. Der Gast verweilt 20 bis 30 Minuten, um sich dann im Ruheraum auf einem vorgewärmten Marmorstein auszuruhen. Beendet wird ein Hamam-Besuch vom Tellack-Bademeister, der den Gast einseift, knetet und mit dem Massagehandschuh abrubbelt und abwäscht. Danach trägt er eine orientalische Heilerdepackung - Rasul genannt - auf Körper und Gesicht auf. Nach 20 Minuten wäscht der Tellack dieses wundervolle Ganzkörper-Peeling mit viel Wasser und kreisenden Bewegungen wieder ab. Nach der anschließenden Ölmassage entspannt sich der Besucher im Teeraum bei Säften, süßen getrockneten Früchten und verschiedenen Tees. Der Körper profitiert von einem Hamam-Besuch etwa sechs Wochen.
Das Sanarium ist eine Mischform aus Sauna und Dampfbad. Die Temperatur beträgt ca. 60-65°C° bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40-50%. Häufig wird diese Saunaform mit ätherischen Ölen angereichert.
Das Danarium ist ein besondere kreislaufschonende Form von einem Dampfbad mit einer Temperatur von ca. 60-65°C bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 60%. Häufig werden ätherischen Öle verwendet, die eine ergänzend wohltuende Wirkung entfalten.
Ein türkisches Bad besteht i.d.R. aus einem Heissluftraum mit einer Termperatur von ca. 50°C, einem Warmluftraum mit einer Temperatur von ca. 40°C und ggf. mehreren kühlen Räumen. Zum Ritual in einem türkischen Bad zählen neben Schwitzen und Abkühlen auch Massagen.
30.08.2007. 12:40